Zum Inhalt der Seite springen
Volltextsuche

Ehemaliges Stiftsvogthaus in Kaufungen

Ehemaliges Stiftsvogthaus in Kaufungen
Zur Schönen Aussicht 9
34260 Kaufungen
 

BAUJAHR 

1583

INSTANDSETZUNG 

09/2013 – 02/2015

 

Ausgangslage
Das Gebäude ist ein dreigeschossiger Fachwerkbau aus Eiche in Geschossbauweise auf einem Kellergeschoss aus Sandstein/Bruchstein. Von der Typologie ist es ein dreizelliges Ernhaus mit der Erschließung sowie der Treppe im Mittelteil. Die Gefache bestehen zum Großteil aus Lehmfüllungen. Eine 1. Planung sah den Anbau eines außenliegenden Treppenhauses vor, dies wurde schließlich verworfen, um eine Nutzung im Bestand für 3 Parteien unter Beibehaltung der vorhandenen Erschließung zu realisieren. Als Vorbereitung der Sanierung wurden ein Gutachten in Bezug auf den Sanierungsaufwand und die Problemstellen im Zusammenhang mit der Innendämmung durchgeführt. Dabei lag das Augenmerk auf vorhandenen Aufbauten und Materialien und deren Eignung für die geplante Innendämmung sowie die Feststellung von Schäden an der Substanz.

 

Sanierungsmaßnahmen                                                                                               Das Gebäude wurde in Bezug auf Holzschäden und Mauerwerk/Innen- und Außenputz sowie Anstrich komplett überarbeitet. Dabei wurden defekte Hölzer artgleich mit Altholz ersetzt, Gefache und Putz mit Lehmsteinen und Kalkputz erneuert und der komplette Außenanstrich schonend entfernt. Ebenso wurde der Sandsteinsockel mit einem Kalkmörtel neu verfugt. In diesem Zuge wurde das Gebäude energetisch ertüchtigt. Alle Außenwände wurden mit einer ca. 8 cm dicken Lehmdämmung versehen, die oberste Geschossdecke wurde gedämmt und die Fenster wurden erneuert. Dabei wurden Isolierglasfenster eingesetzt. Einige historisch wertvolle Fenster wurden restauriert und mittels inneren Kastenfenstern aufgedoppelt. Die Fußböden wurden mithilfe schwimmender Trockenestriche aus Holz- bzw. Gipsbaustoffen schalldämmend ertüchtigt und mit Holzböden neu belegt. Mittels Trockenbau wurden notwendige Abtrennungen für neue Bäder errichtet. Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallation wurden komplett erneuert und einem zeitgemäßen Standard angepasst. Die historische Treppe sowie die vorhandenen Türen wurden aufgearbeitet und weiterverwendet. Nach einem durchgängigen Farbkonzept wurde das Gebäude außen und innen neu gefasst. Dabei kamen Leinöl- bzw. Silikatfarben zum Einsatz.


Unter anderem beteiligte Betriebe

Farbentfernung:

Fa. Huschenbeth, Mühlhausen

Zimmerarbeiten:

Fa. ri-mac, Nesse-Apfelstädt

Maurer-/Putzarbeiten:

Fa. BMB Kruppa, Heringen

Fenster:

Fa. Schäfer, Waldkappel-Friemen

Malerarbeiten:

Fa. Möller, Sontra

Innentüren, Treppe:

Fa. Tischlerei J. Möller, Hessisch Lichtenau

Holzböden:

Parkett Ronshausen, Ringgau

Trockenbau:

Fa. Wassmuth und Rosenhoff, Kassel

Heizung und Sanitär:

Fa. C. Bergner Haustechnik, Meißner

Elektro:

Fa. Elektroanlagen Hübner, Nieste

Restaurator:

Silke Schaper, Homberg/Ohm Berndt

Bauhistoriker:

Hans Hermann Reck, Wiesbaden


  
   

 

 

 

 

Informationen